Mit dem Wohnmobil auf Tour

Spanien - Portugal - Teil 2 / Valencia bis Monte Gordo (Portugal)

Womotour 091-048    3. März bis 4. April 2018

km 83168 - 10:00 - Mittwoch 14. März 2018

Wir verlassen Valencia und fahren Richtung St. Pola bzw. Alicante.

km 83367 - 12:30
In St. Pola sind wir bereits um 12.30 Uhr. Zum Übernachten fahren wir an den Strand. Obwohl der Himmel bedeckt ist, sieht es hier sehr schön aus. Wir packen unsere E-Bikes und erkunden St. Pola. Wir wollen bis zu den Salzseen, aber es zieht sich dahin. Also beschliessen wir am Strand einen Apero zu nehmen und geniessen den Sonnenschein. Nachher geht es mit etlichen Fotostoppen zurück zum Ilios. Der Himmel bedeckt sich zunehmend und wir ziehen uns in unser schönes Panorama-Wohnzimmer zurück. Es windet und wird kalt.

km 83367 - 09:00 - Donnerstag 15. März 2018

Bei Regen verlassen wir Santa Pola und fahren zur nächst gelegener Tankstelle. (Reserve leuchtet schon lange) Beim Torre de Pinot sehen wir viele Flamingos.

km 83437 11:35
Auf dem Stellplatz bei Murcia heisst es: «Haben Sie reserviert? Sorry wir sind komplett ausgebucht.» Welche Enttäuschung! Was machen wir? Wir fragen Ernst an, ob es noch Platz bei ihnen hat. Ja, natürlich es hat Plätze. Sofort fahren wir via Autobahn nach Bolnuevo. Es wird wieder wärmer.

km 83529 13:45
Wir checken ein und stehen ganz gut. Nur -  wir zahlen Euro 25.00 für die Nacht. Am Nachmittag schauen wir uns um und um 18.00 Uhr treffen wir Ernst und Monika zum Apero. Wir sitzen draussen, aber es wird kalt. Wir gehen Chinesisch Essen und zwar sehr gut.

km 83529 - 09:00 Freitag 16. März 2018

Wir checken auf dem Campingplatz aus und fahren auf den Parkplatz. Hier wollen wir eine E-Bike-Tour machen. Von Bolnueve bis Puntas de Calnegre. Das ist eine super schöne Tour! Doch wir müssen uns beeilen. Denn um 14.00 Uhr haben wir mit Ernst und Monika abgemacht.
Mit ihnen besuchen wir ein echt spanisches Lokal und gehen echt spanisch Essen. Das war so richtig Spitze! Am Abend treffen wir uns nochmals und wir geniessen diese liebenswürdigen Personen.

km 83530 09:30 - Samstag 17. März 2018

Wir verschieben uns nach Puntas de Calnegre auf den Stellplatz am Strand.

km 83551 - 10:35
Hier machen wir eine Radtour auf die andere Seite vom Cap. Es windet stark. Wir schaffen nur wenige Kilometer und fahren zurück. Im Ort haben wir mehrere Restaurants gesehen. Dort geniessen wir wunderbare Tapas.

km 83551 - 11:00 Sonntag 18. März 2018

Wir fahren weiter, . . .  aber wie?
Unser Motor beginnt zu stottern. Er gibt Rucke und wir wagen nicht, noch weiterzufahren. Wir parken in Punta del Rio beim Dorf Villaricos. Beim Rückwärtsfahren stottert er wieder und, nach dem Abstellen kann ich den Motor nicht mehr anlassen. Wir sind verzweifelt. Da Sonntag ist, bleiben wir erstmal hier und warten ab. Zu Fuss gehen wir ins Dorf und merken, dass Wochenmarkt ist. Die Sonne scheint und wir geniessen Tapas auf dem Dorfplatz. Dort kaufen wir wunderbaren Käse und Früchte ein. Wir haben noch nicht genug und fahren mit dem Roller nach Mojacar, ein weisses Bergdorf. Dort geniessen wir die Abendsonne hoch über dem Tal. Danach flitzen mit unserem Mio wieder nach Hause.

km 83619 - 10:15 Montag 19. März 2018

Heute Morgen springt der Motor ohne Probleme wieder an. In der Zwischenzeit haben wir mit der Fiat-App eine Fiat Garage gefunden. Diese befindet sich in Lorca. Unser Wagen stottert schon wenige Kilometer nach der Abfahrt ganz krass. So fahren wir auf direktem Weg nach Lorca. 

83696 - 11:30
Doch dort sind alle Garagentore geschlossen. Wir erfahren, dass heute Feiertag ist. Was sollen wir machen! Hierbleiben? Nicht gerade einladend. Sollen wir es wagen, ans Meer zu fahren? 40 km - Los geht’s.
Als wir auf einem schönen Platz direkt am Meer parken, fängt der Motor wieder an zu Rucken und zu Stottern. So entschliessen wir uns auf den Stellplatz bei der Tankstelle ausserhalb von Aguilas zu verschieben. Dort erhalten wir einen wunderschönen Platz. Heidi kann ihren Waschtag abhalten und kann all unsere Wäsche waschen. Dabei lernt sie Johanna kennen. Danach geniessen wir den sonnigen Nachmittag.

km 83787 - 08:30 - Dienstag 20. März 2018

Jetzt geht es früh am Morgen Richtung Lorca. Die Garage ist nun geöffnet.

km 83831 - 09:10
Wir werden sofort bedient und es wird eine Fiat Motor Analyse gemacht. Dann machen wir noch eine Probefahrt. Der Mechaniker vermutet, dass irgendein Ventil nicht richtig arbeitet. Weil jedoch die Analyse nichts ergeben hat und der Motor gut läuft, findet er es nicht nötig, es zu reparieren. Somit überlässt er uns wieder dem Verkehr.

km 83831 - 10:35
Und wirklich, der Motor läuft wieder korrekt bis nach San José am Cabo de Gata.

km 83954 - 11:55
Hier werden wir äusserst freundlich empfangen. Der Eigner spricht Deutsch. Er habe Geschwister in der Schweiz. Am Nachmittag flanieren wir durch das Dorf und geniessen bei Sonnenschein Tapas und Wein.

km 83954 - 09:00 - Mittwoch 21. März 2018

Heute geht es auf die Bike-Tour ums Cap Nero. Zuerst fahren wir viel Landstrasse, danach erleben wir das Capo Nero mit steilem Aufstieg und Weitsicht. Es ist eine kahle Gegend mit vulkanischen Steinen und seltenen Pflanzen auf der Bergseite. Im Tal am Meer überrascht uns eine Blumenwiese mit allen Farben. Wir sind überwältigt, geniessen den Spätnachmittag und den Abend.

km 83954 - 08:30 - Donnerstag 22. März 2018

Heute gehen wir erst einmal einkaufen und fahren nach Alerimar geradewegs zum Stellplatz am Hafen. Windgeschützt stehen wir hinter dem Leuchtturm. Es ist sehr touristisch. Trotzdem geniessen wir es heute Nachmittag bei Tapas und beim "sonnen" hinter dem Leuchtturm. Gegessen wird heute wiedermal zuhause.

km 84034 - 10:00 - Freitag 23. März 2018

Wir sind uns nicht sicher, ob wir weiterfahren sollen. Das Leben und die Milde dieses Ortes haben viel Gutes an sich. Nun doch um 10.00 Uhr fahren wir weiter. Die Fahrt Richtung Granada ist stürmisch, sehr stürmisch aber auch schön. Wir sehen von weitem die weiss bedeckte Sierra Nevada. Das Womo wird durch den Wind heftig durchgerüttelt. Vor Granada beginnt Ilios wieder zu rucken.

km 84182 - 12:00
Bei der Einfahrt zum Camping bemerken wir, dass der ganze Camping umgebaut wird. Doch die Lage ist gut und in der Nacht wird sicher nicht gebaut. Also bleiben wir. Wir sind schnell eingerichtet, packen den Roller aus und fahren zur Alhambra. Unser Nachbar auf dem Platz meint, dass wir keine Billette mehr erhalten. Auch im Reiseführer steht das. Man muss via Internet bestellen und dann sind diese sehr teuer. Wir fahren mal dort hin und wirklich, am Schalter werden wir zurückgewiesen. Wir könnten für den folgenden Tag mit einem "Bus-Hop on und off"  diese Anlage besuchen. Wir lassen das und spazieren durch die Stadt, geniessen Tapas in einer Bar und gehen dann weiter in die City. Dort werden wir in einem Büro beraten, dass man die Alhambra ohne die Innengemächer im Wesentlichen anschauen kann. Wir klettern den Hügel hoch und geniessen die wunderbare Ambiance der Anlage, halt ohne die Gemächer der Alhambra. Wieder zurück in der City suchen wir eine Gelegenheit zum Essen und finden ein wunderbares Lokal. Ich bestelle Bacalau und Heidi einen Gemüseteller. Danach geniessen wir den Zauber der Stadt und kurven gegen Abend wieder heim.

km 84182 09:40 - Samstag 24. März 2018

Wir fahren um 9.40 Uhr in Granada ab, tanken bei BP und fahren bis zum Stellplatz, den uns Toni & Vreni empfohlen hat „Torre des Bengalbon“.

km 84316 - 11:40
Das Gitter ist versperrt. Eine freundliche Engländerin erklärt uns, dass sie wegen den Behörden den Platz vorläufig schliessen muss. Sie muss mehr Toiletten einbauen. Sie gibt uns Tipps, wo wir freistehen können und welche Stellplätze in nächster Nähe sind.

km 84328 - 12:30
Es sind so viele Wohnmobile unterwegs, dass wir uns für den Strandplatz bei Malaga Ost entscheiden und dort gleich einen Platz erhalten. Wir packen den Roller aus und flitzen in die Stadt. Gleich neben der Kathedrale parkieren wir, flanieren durch die belebten Strassen. Plötzlich sehen wir ein Lokal, wo viele Spanier ein und ausgehen. Da wollen wir auch hin. Wir warten eine Stunde bis wir einen Tisch bekommen. Doch das Warten hat sich gelohnt. Zur Belohnung gibt’s feines Brötchen und Tapas mit einem wunderbaren Wein. Weiter geht es durch diese belebte Stadt mit vielen Läden und wunderschönen Gebäuden. Dann wollen wir das Schloss der Mauren auf der Nordostseite der Stadt anschauen. Es wurde nachgebaut, aber die Räumlichkeiten und Gärten sind beeindruckend. Wir geniessen die Aussicht auf den Hafen und die Stadt. Vom Wein bei einer Enoteca werden wir jedoch enttäuscht. Eigentlich wollten wir Essen gehen, aber wir können uns nicht für ein Lokal entscheiden. Zum Glück. Bei leichtem Regen fahren wir mit unserem Mio zum Wohnmobil. Kaum angekommen, beginnt es heftig zu regnen.

km 84328 - 10:15 - Sonntag 25: März 2018

Obwohl wir so viel Freude in Malaga haben, möchten wir weiterfahren. Der Himmel ist düster, der Platz ist laut. Also fahren wir weiter Richtung Ronda. Eine wunderschöne Fahrt. Die Gegend ist grün und hügelig, es regnet. Wieder beginnt Ilios zu rucken. Ein Bauer verkauft an einem Kreisel Obst und Gemüse. Wir wollen anhalten und ihm etwas abkaufen. Danach will der Motor nicht mehr anspringen. Wir verzweifeln, doch endlich schaffen wir es, weiterzufahren.

km 84444 - 11:55
Mit Müh und Not kommen wir in Ronda an und haben gleich einen wunderbaren Stellplatz. Bei Regen erkunden wir das Dorf. Schliesslich giesst es wie aus Kübeln und wir beschliessen, sofort zu Mittag zu essen. Da haben wir aber Glück. Ein wunderbares Lokal. Wir nehmen beide das Menu und das ist köstlich. Zufrieden und glücklich geniessen wir den Abend im Wohnmobil.

km 84444 - 09:00 - Montag 26 März 2018

Heute scheint endlich wieder mal die Sonne. Also bleiben wir in Ronda und wollen eine Wanderung machen. Das ist wunderschön. Gegen 14.00 Uhr sind wir wieder oben im Dorf und müssen dringend etwas trinken. Da gibt es eine Bar mitten auf einem Platz mit Sonne. Essen werden wir dort nicht. Der Kellner wollte uns betrügen. Entrüstet suchen wir ein Lokal zum Essen. Auch hier werden wir angehauen und fallen voll darauf herein. Sofort will die Kellnerin die Getränke bringen und wir bestellen. Dann wollen wir ein Menu bestellen. Aber, die Hälfte der Menus die auf der Karte ganz gross angepriesen werden, gibt es gar nicht. Wir ärgern uns, sagen ab, trinken den Wein aus und verlassen dieses unfreundliche Restaurant. Wir gehen zurück zu unserem guten Restaurant von gestern. Die Wirtin begrüsst uns herzlich und wir werden auch heute nicht enttäuscht. Alles frisch zubereitet und sehr lecker.

km 84444 - 10:00 - Dienstag 27. März 2018

Uns ist es nicht wohl wegen dem Wohnmobil. Wir möchten eigentlich noch länger in Ronda bleiben. Die Natur ist umwerfend schön und wir könnten wandern oder Velo fahren. Trotzdem fahren wir Richtung Estepona. Dort haben wir mit dem Fiat-App eine Fiat Garage gefunden. Die Fahrt runter Richtung Marbella ist eindrucksvoll. Viele Kurven und eine wunderbare Aussicht bis nach Gibraltar und Marokko.

Am Horizont sieht man Afrika und ganz rechts ist Gibraltar

km 84512 - 11:35
In Estepona werden wir freundlich behandelt, obwohl nur wenig Englisch gesprochen wird. Hier finden sie den Fehler schnell. Defektes EGR. Sie könnten versuchen es zu reinigen, sind aber nicht sicher, ob das ausreicht. Wenn die Elektronik defekt ist, können sie nichts machen. Nach einem endlosen hin und her beschliessen wir, das EGR samt Elektronik zu ersetzen. Ein neues EGR kostet Euro 500, die Arbeit ca. Euro 300. Schockiert vertagen wir den Entscheid auf den nächsten Tag. Wir fahren Richtung Hafen und finden einen Randplatz beim grossen Parkplatz. Wir telefonieren mit unserer Garage des Vertrauens. Franz gibt uns praktisch dieselbe Diagnose. Er wird sich über die Preise in der Schweiz schlau machen und uns Bescheid geben.

km 84549 - 11:00 - Mittwoch 28. März 2018

Franz meldet uns, dass die Teile in der Schweiz mindestens gleich teuer sind. Er empfiehlt uns das EGR zu ersetzen. Jetzt müssen wir unseren Entscheid der Garage mitteilen und fahren gleich mit dem WOMO hoch. Wir lassen das neue Teil einbauen, zahlen dafür Euro 250.- voraus. Sie werden uns am Montag anrufen. Bis dann müssen wir warten. Wir entschliessen uns, nicht in Estepona zu bleiben und kurven nach dem Auftanken direkt Richtung Gibraltar. Erst nach dem ersten Kreisel rupft unser Ilios wieder und zwar gewaltig.

km 84594 - 12:10
Nur mit Vollgas und schleifender Kupplung erreichen wir den Stellplatz in La Linea. Dort nehmen wir den Roller und fahren Richtung Gibraltar. Dabei überholen wir viele PWs, die im Stau stehen. Am Zoll müssen wir den Ausweis zeigen und bald stehen wir mitten in der Hauptstrasse von Gibraltar: Englisch sprechend, viele Tabak-, Whisky und Parfümeriewaren bewegen die Leute in die Läden.

Bald haben wir das gesehen. Ich habe Lust auf Fisch und Chips. Wir finden ein gutes Lokal, nehmen aber nur einmal. Zum guten Glück. Ein riesiger Teller wird serviert. Wir lernen Deutsche kennen, die mit der AIDA auf der Kreuzfahrt sind. Die schwärmen unendlich. Wieder kommt Wind auf, aber wir wollen trotzdem zur Luftseilbahn. Es ist schon gegen 17.00 Uhr. Die letzte Bahn fährt um 17.45 Uhr. So lassen wir das und machen eine Rundtour mit dem Roller. Ungefähr Mitte des Berges gibt es einen Aussichtspunkt. Dort geniessen wir die Sicht Richtung Afrika und die vielen Tanker in der Bucht. Von hier aus könnte man zu Fuss hochsteigen. Das nehmen wir uns für morgen vor. Nun kurven wir um die Insel herum. Schön und beeindruckend, es wird jetzt aber doch kalt. Beim Wohnmobil geniessen wir die letzten Sonnenstrahlen bei einem Apero.

km 84594 - 12:10 - Donnerstag 29. Mai 2018

Der Stellplatz am Jachthafen ist sauber und gegen unsere Erwartung auch sehr ruhig. Heute windet es und ist leicht betrübtes Wetter. Wir wollten doch den Berg auf Gibraltar erzwingen. Zuvor wollen wir La Linea kennenlernen und kaufen dort ein wunderbares, knuspriges Brot. Danach geht es wieder nach Gibraltar. Doch für eine Bergbesteigung ist das Wetter zu trüb. Wir wissen nun kaum mehr, was wir dort noch besichtigen können. Etwas gelangweilt setzen wir auf den Hauptplatz und bestellen uns eine Pizza. Sau teuer. Wir bezahlen in Pfund. Das Essen war gut. Zum Apero gehen wir nochmals nach La Linea. Es ist typisch Spanisch, aber nicht viel los. Ein Treiben unter den Spaniern. Beim Platz versuchen wir unseren ADAC-Rabatt rauszuholen. Die gehen gar nicht darauf ein, sie wissen einfach nichts von einem Rabatt. Uns wundert auch, wie das Restaurant auf dem Platz arbeitet und wir nehmen nochmals einen Apero. Das Abendessen geniessen wir dann lieber auf dem Stellplatz in unserem Wohnmobil.

km 84594 - 10:30 - Freitag 30 Mai 2018 (Karfreitag)

Wir verlassen den Jachthafen von La Linea und fahren zurück Richtung Estepona. Immer wieder mit den Ängsten um das Auto. Doch diesmal geht alles gut.

km 84638 - 11:20
Bei Regen kommen wir in Estepona an und finden gleich wieder unseren Platz am Rande des Parkplatzes. Am Nachmittag gehen wir Richtung Innenstadt und es freut uns, dass hier so viel los ist. Es windet, aber wir finden ein geschütztes Plätzchen direkt am Meer und trinken dort einen sehr leckeren Weisswein. Auf dem Heimweg überlegen wir uns, ob wir kochen oder auswärts essen. Wir sind ziemlich hungrig und landen bei einem Chinesen. Das Essen ist mittelmässig. Auf dem Parkplatz gesellen sich weitere Wohnmobile neben uns. Kuschelcamping ist angesagt. Doch für diesmal stört uns das nicht. Mit den Schweden neben uns kommen wir schnell ins Gespräch.

km 84638 - 09:00 - Samstag 31. Mai 2018

Wir müssen wieder einmal einkaufen. Um 10.00 Uhr ist es noch kalt. Nachher düsen wir zum Carrefour, der hat wirklich ein grosses Sortiment. Sobald alles verstaut ist, wandern wir Richtung Innenstadt von Estepona und geniessen einen ersten Apero. Wir wollen heute nicht so viel Essen und nehmen bei unserer TAPAS-Bar eine kleine Tapa. Heidi bekommt diese nicht so. Zuhause gibt es unser Pizzabrot mit Salaten und einer dieser wunderbaren spanischen Weine. Wir stehen auf einem Parkplatz. Diese Nacht, Samstag wird es sehr laut auf dem Platz und wir können kaum schlafen.

km 84638 - 09:00 - Sonntag 1. April 2018 (Ostersonntag)

Wir beginnen den Tag mit einem wunderbaren Frühstück und schlendern dann durch den Markt. Ich kaufe mir eine Sonnenbrille und Heidi eine stinkende Halsschleife. Wir geniessen Estepona bei heissem Sonnenschein und einem Apero. Weil es Ostern ist, wollen wir uns ein gutes Fischessen leisten. Und das erhalten wir auch. Heidi bestellt Schwertfisch und ich Kabeljau an Tomatensauce. Sehr lecker. Nachher schlendern wir zum Wohnmobil und geniessen die Sonne im Liegestuhl. Am Abend gehen wir nochmals spazieren und beenden den Tag mit einem sehr guten Wein, den wir in Rondo gekauft haben.

km 84638 - 09:00 - Montag 2. April 2018 (Ostermontag)

Wir warten auf Bericht der Garage und werden langsam nervös. Wann können wir endlich weiter? Wir beschliessen mit dem Roller zur Garage zu fahren, damit wir wissen, ob das Teil angekommen ist. Dort bestätigen sie uns den Empfang und wir machen auf morgen um 08.00 Uhr den Termin ab. Danach fahren wir wieder zum Wohnmobil und flanieren in die Stadt. Hier geniessen wir den Nachmittag. Zum Abendessen gibt’s Salat und leckeres Carpaccio.

Estepona

km 84638 - 07:00 - Dienstag 3. April 2018

Heute müssen wir früh raus. Es wird kurz vor 09.00 Uhr bis wir bei der Garage eintreffen. Dort wird dann aber pünktlich angefangen. Wir haben nicht mal Zeit, unseren Roller auszupacken. Gegen 12 Uhr ist unser Wohnmobil fertig. Ich fahre mit auf die Probefahrt. Der Mechaniker fährt ziemlich zackig und meint, jetzt sollte alles in Ordnung sein.

(EGR bzw. AGR = Abgasrückführventil)

km 84652 - 11:45
Wir zahlen, bedanken uns und fahren los Richtung Tarifa. Der Himmel verdunkelt sich. Wir haben noch immer ein ungutes Gefühl und meinen, dass der Motor zwischendurch stottert.

km 84724 - 13:30
Tarifa wollen wir besichtigen. Hier nehmen wir in einer der hübschen Gassen einen Tapas Apero. Wunderbar. Der Stellplatz ist aber gar nicht ansprechend. Die Entsorgungsstation ist total verschmutzt und es stinkt schrecklich. Frischwasser gibt es auch nicht. Auch wenn es Wasser gäbe, ich glaube nicht, dass ich hier Wasser tanken würde. Und trotzdem ist der Stellplatz sehr gut belegt.

Es ist noch früh und deshalb ziehen wir weiter. Wir haben bald kein Frischwasser mehr und suchen uns einen Platz mit der Möglichkeit wieder zu tanken. Deshalb fahren wir bis nach Barbate in den Hafen Parkplatz. Es erwartet uns eine Barriere. Bevor du dich nicht registrierst und zahlst, kannst du nicht rein. Alles mit Kreditkarte, sogar das Wasser müssen wir bezahlen. Aber der Platz ist wunderschön. Er ist kaum belegt. Nach dem Nachtessen (Pasta mit Pesto) spazieren wir in den  Ort. Dieser Küstenort ist langgezogen und langweilig. Bald sind wir zurück im Wohnmobil und geniessen unser Heim.

km 84778 - 10:30 - Mittwoch 4. April 2018

Wir fahren weiter durch den Nationalpark ums Cabo di Trafalgar. Eine wunderschöne Fahrt durch einen Pinienwald. Dann geht es runter ans Meer. Dort ist alles flach und grün. Das zieht sich hin bis Conil de la Frontera.

km 84800 - 11:05
Ein wunderbarer Strand zieht sich dem Meer entlang. Gerade ist ein Schiff gestrandet und es hat viele Gaffer.

km 84800 - 11:35
Wir wissen nicht, ob wir bleiben sollen und entschliessen uns, doch weiter nach "El Puerto de Santa María" zu fahren.

km 84850 - 12:20
Hier fahren wir auf den angeblichen Stellplatz. Es handelt sich um einen Grossparkplatz. Wir finden auch keine Entsorgung hier. Am Nachmittag durchforschen wir den Ort, essen wunderbare Tapas (Schweinsbacken und Gulasch vom Stier) dazu ein gutes Glas Wein. Danach ruhen wir uns bei warmen Wetter vor dem Wohnmobil aus.

Am Abend wollen wir nochmals diese feinen Tapas geniessen. Wir spazieren um 19.15 Uhr los. Alle Restaurants und auch unsere Tapas Enoteca sind geschlossen. Wir können nicht so spät essen. Somit suchen wir eine Bäckerei und geniessen den Abend mit Salat, Fleisch und Brot vor dem Wohnmobil.

km 84850 - 08-00 - Donnerstag 5. April 2018

Der Platz ist wirklich laut. Wir haben schlecht geschlafen. Aber bald sind wir wach und freuen uns auf die Stadtbesichtigung von Cádiz. Ein Tragflügelboot bringt uns nach Cádiz. Eine Schulklasse nimmt denselben Weg. Es wird laut aber lustig. Cádiz empfängt uns mit einem Hop on Bus. Wir denken, dass wir diese Stadt zu Fuss besichtigen können und holen uns beim Tourist Büro einen Stadtplan. Die riesige Kathedrale mit Dom wirkt von aussen riesig. Drinnen verlangen sie Eintritt und wir sehen, dass eine Innenbesichtigung kaum Sinn macht. Danach möchten wir das Dach des Torres besichtigen. Auch da verlangen die 6.00 Euro pro Person. Das machen wir nicht. Danach geniessen wir eine Tour zu Fuss durch Strassen, den Park, Kirchen, Museen und die schönen Plätze. Um ca. 14.30 Uhr sind wir müde, platzieren uns in einem Restaurant auf dem Augustinplatz. Nehmen 2 Tapas (Thon und Fleischbäckchen) und versuchen einen trockenen Sherry.

Danach geht es weiter zum spanischen Platz und zuletzt zum ältesten Teil der Stadt. Dort existieren ein römisches Theater und viele verwinkelte Gassen. Es ist einfach beeindruckend und schön. Nochmals müssen wir etwas trinken. Danach gehen wir zum Hafen und warten auf das Schiff, das uns wieder nach El Puerto de St. Maria bringt.
In Puerto Santa Maria möchten wir nochmals zu der gestrigen Tapas-Bar. Wieder geschlossen. Ziemlich müde schlendern wir nach Hause. Hier geniessen wir die letzten Sonnenstrahlen. Es ist wieder Wind aufgekommen und bald sitzen wir im Wohnmobil. Es ist sehr laut hier. Wir hören die Strassen als wären wir auf der Autobahn.

km 84850 - 09:50 - Freitag 6. April 2018

Wir fahren weiter Richtung Jerez de la Frontera. Den Stellplatz, der sich bei einem Caravan-Händler befindet, finden wir sofort.

km 84872 - 11:00
Wir werden sehr freundlich eingewiesen und erhalten einen Seitenplatz weit hinten zwischen Mauern und dem Gebäude. Dann packen wir den Roller aus und kurven bald Richtung Jerez. Im ersten Moment kommt uns das viel ärmlicher vor als Cadiz. Wir finden die Kathedrale und ich rege mich auf, dass in Gotteshäusern immer wieder Geld verlangt wird. Wir besuchen die Gärten der Alcazar und wandern Richtung Innenstadt. Dort suchen wir das Verkehrsbüro auf. Wir möchten gerne eine Kellerbesichtigung machen und die würde in Deutsch um 16.15 Uhr beginnen. Dann wollen wir TAPAS essen besuchen aber vorher die Markthalle. Ich freue mich immer über die Vielfalt der Fischangebote. Wir essen eine Garnelenrösti und einen Peperoni-Salat.

Um 14.00 Uhr beginnt die Flamenco-Show in einer kleinen Kneipe. Wir bleiben an der Bar und geniessen zweimal Sherry dry und wunderbare Tapas. Die Show ist sehr aufregend und so echt. Natürlich mache ich viele Bilder und wir geniessen beide diesen Event. Zum Schluss muss ich Melisa versprechen, das ist die hübsche Tänzerin, ihr ein paar Fotos zu senden.

Nach dieser eindrücklicheren Show spazieren wir Richtung "Bodega Tio Pepe". Da vorne rechts, nein links, nein, doch nicht. Wo sind wir hier eigentlich? Wir haben uns verlaufen und finden den Weg zur "Bodega Tio Pepe" nicht mehr. Wir ärgern uns, das heisst ich ärgere mich. Heidi meint, "Slow down. take it easy". Ich brauch jetzt ein kühles Bier.

Nach dieser Abkühlung wollen wir in einer Bodega den berühmten Sherry degustieren. Doch der Verkäufer ist sehr unfreundlich und gibt gar nichts zum Degustieren. Sehr wahrscheinlich muss man hier mit einem Mercedes vorfahren und nicht mit einem kleinen Roller. Wir rasen nun nachhause. Die Stellplatzbesitzer offerieren uns mit Freuden ein Gläschen Sherry. Der Stellplatz ist klein, ist aber sehr gut eingerichtet. Es hat sogar Waschmaschinen und einen Tumbler. Heidi startet mit einer Grosswäsche. Um 23:00 Uhr bemerken wir, dass der Tumbler nicht richtig funktioniert. Nun wird unser Ilios zum Trockenraum umfunktioniert. Ich spanne ein Seil kreuz und quer durch das Wohnmobil und Heidi kann die Wäsche aufhängen. Leider habe ich kein Foto gemacht. Bei so viel Wäsche blieb uns nichts anderes übrig, als zusammen ins Bett zu gehen.
Draussen regnet es in Strömen.

km 84872 - 10:40 - Samstag 7. April 2018

Wir haben gut geschlafen und fahren nun weiter Richtung Sevilla.

km 84970 - 12:00
Dort finden wir den Stellplatz sofort. Also genaugenommen ist es ein Grossparkplatz, der sich in der Nähe des spanischen Platzes befindet. Und schon bald sind wir auf dem Weg zum spanischen Platz. Es ist bewölkt. Dieser Platz ist umwerfend. Er ist riesengross und im Dreiecks-Halbkreis angeordnet. Alles ist in Backstein gebaut. Im äusseren Kreis sind in den Keramikkacheln die Politischen Momente der Departemente von Spanien aufgezeigt. Ein Springbrunnen und ein Fluss sind angelegt und der Halbkreis wird mit Brücken umspannt. Aussen ist ein Garten von Maria Theresia angelegt. Wir spazieren in die Innenstadt und es beginnt so richtig zu regnen. Also kaufen wir uns einen Knirps. Mit diesem bewaffnet wandern wir durch die Stadt. Zum Mittag nehmen wir Tapas und geniessen die tolle Atmosphäre. Wir schlendern durch Sevilla und spüren die lebhafte Stimmung.

Kurz vor dem Nachhause gehen entdecken wir eine Enoteca. Dort singen sie und jemand spielt Gitarre. Wir setzen uns hin, nehmen ein Gläschen Wein und Tapas und geniessen diese Stimmung.

Es ist einfach so originell hier und die Leute sind so fröhlich. Beglückt wandern wir zum Wohnmobil, wo wir das Erlebte verarbeiten müssen.

km 84872 - 08:00 - Sonntag 8. Aprill 2018

Heute wollen wir den Rest von Sevilla kennenlernen. Wir beginnen mit dem Torre del Oro. Wir steigen rauf und geniessen den Rundblick. Im Innern des Turms hat es ein Museum, das zeigt die Seefahrtgeschichte auf. Das ist sehr spannend dargestellt.

Danach ziehen wir in Richtung Plaza de Toros. Zuerst wollen wir die Stierkampfarena nicht besichtigen. Viel zu viele Leute stehen hier an. Und überhaupt: Stierkampf, braucht es das noch? Schlussendlich machen wir um 13:10 doch eine Besichtigung.
Diese ist wirklich interessant. Es werden Geschichte und Kleider gezeigt; am Ende dürfen wir in die Arena; spannend aber trotzdem brutal. Am Abend findet ein Stierkampf statt. Doch darauf können wir gut verzichten.

Wir finden ein tolles Lokal an der Strasse und entscheiden uns für ein Menu. Ich nehmen Paella, Heidi Spinat mit Kichererbsen, ich frittierte Fische, Heidi Schweinevoressen. Dazu einen sehr guten Ribera.
Na nu, gibt es was zum Feiern? "Ja, wir feiern das JETZT."
Danach geht es weiter. Aus dem Reiseführer entnehmen wir, dass am Sonntag die Besichtigung der Kathedrale gratis ist. Also stellen wir uns geduldig in eine Reihe vor dem Eingang zur Kathedrale. Schlussendlich müssen wir doch bezahlen. Aber wir werden gebührend entschädigt. So eine wunderbare gotische Kathedrale haben wir noch nie gesehen. Grossartige Gemälde, wunderbare Kirchengüter und diese vielen Räume und Gärten. Am Schluss suchen wir den Turm auf und geniessen die Aussicht. Dann schlendern wir sehr, sehr müde durch die Stadt. Nach einer Erfrischung geht es nochmals in Richtung spanischer Platz. Dort steht das Licht der Sonne genau richtig für gute Fotos.
Wir sind müde und geniessen zuhause den Abend.

km 84970 - 10:00 - Montag 9. April 2018

Wir fahren weiter Richtung Portugal, tanken nochmals in Sevilla auf und ziehen dann los über die Autobahn, die nichts kostet. Wir wollen das auf Sand gebaute Dorf El Rocio anschauen mit deren Wallfahrtskirche und wissen kaum wohin wir unserer Illios stellen sollen. Da und dort heisst es, bitte nicht hier parkieren, obwohl es viele leere Parkplätze hat. Das Dorf ist originell aufgebaut, die Strassen sind in Sand und im Naturschutzgebiet sehen wir Flamingos gemütlich beim Picken.

Wir sind glücklich und froh, dass wir keine Parkbusse erhalten und entschliessen uns, Richtung Meer und Huerto auf einer Nebenstrasse weiterzufahren. Wir durchqueren das Naturschutzgebiet und sehen viele abgebrannte Lerchen auf den Sanddünen. Die Strasse ist holprig und wir sind glücklich, dass wir mit der Autobahn recht schnell am Grenzort sind. Portugal verlangt für Touristen Autobahngebühren und beinahe haben wir die Ticketstelle überfahren, können uns aber retten. Wir geben die Kreditkarte ein und fahren nun weiter. Nur ca. 6 km, dann können wir abfahren und gelangen schnell zu unserem Ziel.

km 85191 - 14:20
Manta Rota. Ein schöner und viel besuchter Stellplatz direkt am Meer erwartet uns. Wir können endlich entsorgen und geniessen den weiteren Nachmittag mit Kennenlernen des Ortes. Es ist eine reine Feriensiedlung und die Wohnmobile sind im Winter und in der  Vorsaison willkommene Gäste. Wir kaufen ein wunderbares Steak, das wir grillieren und zusammen mit dem Gemüse ergibt das ein Festessen. Am Abend scheint wieder die Sonne.