18.Tag
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| 10:20 |
Mittwoch
8. August 2001 |
Km
2047 Km-Stand
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2814 |
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Obwohl
wir sehr nahe an der Strasse sind, haben wir sehr gut geschlafen. Der
Bauer hat sogar für uns frisches Brot besorgt. Wir fahren jetzt zunächst
wieder Richtung Alès. Wir haben uns gesagt, wenn wir schon hier sind,
wollen wir die sagenhafte „Gorges de l’ Ardèche“ nicht entgehen
lassen. Nach Alès fahren wir auf der D904 zunächst Richtung Aubenas. Bei
der Einfahrt in die Schlucht gibt es zunächst einen Stau. Was erwartet
uns wohl hier? Wir sind alle sehr gespannt. Ich habe schon viele Bilder
von der Ardèche gesehen. Es soll hier auch viele Campingplätze geben.
Ja, ich muss sagen die Fahrt durch diese Schlucht ist etwas vom Schönsten,
was wir in diesem Urlaub erlebt haben. Und das, obwohl der Start in die
Schlucht mit einem Schrecken begann. Beim ersten Fotohalt, wollte meine
Frau eine kleine Mahlzeit zubereiten. Plötzlich kommt Christine mit Panik
zu mir. „Papa, Komm schnell, Mama hat sich geschnitten!“
Und so war’s, als ich zu Ihr ins Womo komme, schiesst ihr das
Blut nur so aus der Ader. Ich muss Sie zunächst fachmännisch verbinden
und will einen Arzt aufsuchen. Doch als ich sehe, wie die Blutung zurück
geht, fahren wir weiter. Auf dieser Fahrt haben wir mehrmals angehalten
und sind immer wieder erstaunt über die Landschaft und den Fluss. Man
kann den Fluss auch in einem Kanu hinunterfahren. Es hat einige
Unternehmen, bei denen man ein Kanu mieten kann. Am Ende der Fahrt wird
man abgeholt und mit samt dem Kanu geht’s zurück zum Ausgangspunkt.
Allerdings muss man in der Hochsaison Juli, August vorher reservieren. Ich
habe in einer Flussmündung auf sehr kurzer Distanz an die 200 Boote gezählt.
Auch die Campingplätze sind den Anforderungen scheinbar nicht gewachsen.
Überall sind Schilder mit der Aufschrift „Complet“ angebracht. Wer
nicht, wie wir, auf die Schulferien angewiesen ist, der muss unbedingt im
September gehen. Dieser Tipp hat uns ein Einheimischer gegeben. Dann ist
es hier immer noch schön warm und man ist fast alleine auf der Ardèche.
Auf dem Weg durch die Schlucht hat es auch diverse Grotten, die man
besichtigen kann. Eine davon wurde erst vor wenigen Jahren entdeckt. |


Wer kennt nicht dieses Bild von der Ardèche
Wir mussten das Foto während der Fahrt machen, weil der Aufmarsch an
Touristen so gewaltig war. |
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Wir wollen unsre Eindrücke jedoch nicht überfordern und lassen diese Sehenswürdigkeiten links liegen. Noch eine Bemerkung zu den Ausstellplätzen, bei denen man anhalten kann. Da heisst es aufgepasst! Zum Teil ist die Strasse sehr steil und die Plätze sind nur mit Schotter versehen. Prompt ist mir einmal passiert, dass ich den Platz nicht mehr verlassen konnte. Die Räder fanden auf dem Schotter einfach keinen Halt. Gott sei Dank bin ich so auf den Platz gefahren, dass ich das Womo wieder retour auf die Strasse rollen lassen konnte. Ein Automobillist wart geduldig, bis ich wieder startklar war. Ansonst ist die Strasse mit einem Wohnmobil problemlos zu fahren. Am Ende der Schlucht in St-Martin angekommen, wollen wir zunächst in der näheren Umgebung einen Übernachtungsplatz aufsuchen. Kurz nach St-Martin in Richtung St-Just finden wir einen Bauer, bei denen Wohnmobile übernachten können. Doch wir entscheiden uns für die Weiterfahrt Richtung Montelimar. |

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| 16:30 |
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Km 2194 Km-Stand |
2961 |
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In
Viviers, das ist 10 km vor Montelimar entfernt, suchen wir den
Gemeindecampingplatz auf, was wir auch nicht bereuen. Er befindet sich bei
den Sportanlagen und ist wunderschön angelegt. Alle Stellplätze sind
eben, geschottert und mit Hecken umgeben. Die Sanitäranlagen sind neu und
so sauber, dass es fast peinlich ist, sie zu benutzen. Bei der Einfahrt
ist niemand, bei dem man sich anmelden kann. Wir fragen den Gärtner, der
gerade die Hecken schneidet. Wir sollen uns einfach einen Platz aussuchen.
Am Abend kommt jemand zum kassieren. Das alles kostet gerade FF 64.00.
Wir wollen noch einmal so richtig französisch Essen gehen. Wir werden
jedoch bitter enttäuscht. Ich will an dieser Stelle nicht näher auf
diese Kochkunst eingehen. Nur eines noch, so überheblich wie die Wirtin
war so überheblich war auch der Preis. Wir geniessen den Rest des Abends
vor dem Womo bei einem Glas Rotwein und gehen erst gegen Mitternacht zu
Bett. Es ist angenehm warm, doch es sollte die letzte warme Nacht sein. |
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